Am 6. Oktober war es so weit: Nach fast einem Jahr übergaben die Viertklässler den Gemüseacker an die Drittklässler. In den Tagen zuvor waren noch Kartoffeln und anderes Gemüse geerntet worden. Nach dem trockenen, heißen Sommer waren wir alle überrascht, dass der Acker noch so gut aussah und so eine gute Ernte hervorbrachte! Ein Dankeschön gebührt den Familien unserer Schulkinder, die in den Ferien den Acker für jeweils eine Woche gepflegt haben. Aber auch die Art der Bewirtschaftung insgesamt trug zu dem guten Überstehen der Dürrephase bei: Das Hacken und Mulchen der Beete sowie das Auflockern der Wege hat geholfen, nicht zu vergessen das Bedecken des Ackers mit einer dicken Laubschicht im Herbst, die dann im Frühjahr untergegraben wurde. So kommt es, dass unser Ackerboden eine insgesamt gute Qualität hat, von Bodenlebewesen belebt wird und gut Wasser speichern kann.
Zu der guten Bodenqualität trägt auch der Kompost bei, der im Frühjahr angelegt und dann auch auf dem Acker ausgebracht wurde. Vom Vorhandensein der Mikroorganismen konnten sich die Kinder auch selbst überzeugen: Andreas Dörne zeigte mithilfe eines besonderen Mikroskops, welche Kleinstlebewesen in einer Kompostprobe vorhanden waren.
Kurz vor dem Acker-Abschied konnten dann noch alle Viertklässler eine selbstgemachte Kürbissuppe bei schönstem Spätsommerwetter im Schulgarten genießen. Eine Woche später hieß es dann endgültig „Gemüseacker Goodbye!“. Etwas Wehmut war bei einigen Kindern zu spüren: „Das war mein schönstes Schuljahr!“, „Ich vermisse den Acker schon jetzt.“ hieß es, und den neuen Gärtnerinnen und Gärtnern wurde mit auf dem Weg gegeben, dass sie sich auf viel leckeres Essen freuen dürfen.
All das Schöne und Wertvolle, was wir in den letzten Monaten erleben und lernen durften, wäre ohne Regine Walter nicht möglich gewesen, die jede Ackerstunde begleitete: mit viel Fachwissen, Übersicht, Geduld und Freundlichkeit. Und so heißt es hier, wie am Ende jeder Ackerstunde: „Danke Regine!“
